Unser Dorf

Blick auf Bachhagel

  1. Geschichte
  2. Sagen
  3. Verse
  4. Bachtallied

 

1. Geschichte

1269

Erste Erwähnung von Bachhagel

Herrscher waren zu dieser Zeit die Herren von Hagel, die auf der Veste Hagel- die Burg stand Nähe Stockhof- lebten. Sie herrschten über Bachhagel, Burghagel, Oberbechingen und Landshausen.

1322 Verpfändung der Veste Hagel an die Grafen v. Helfenstein
1336 Verpfändung der Veste Hagel an die Grafen v. Graisbach
1368 Verpfändung der Veste Hagel an den Herzog von Teck
1369 Verpfändung der Veste Hagel an den Graf von Wartstein
1386 Verpfändung der Veste Hagel an Anna v. Schönegg
1388 Verpfändung der Veste Hagel an Branthof Gräter in Ulm
1397 Verpfändung der Veste Hagel an die Adelheid v. Reischach
1399 Verpfändung der Veste Hagel an Ritter Willhalm v. Bach
1416 Das Herzogtum Bayern ist wieder Besitzer der Veste Hagel
1462 Aufgrund von Kriegseinwirkungen kommt es zur vollständigen Zerstörung der Burg ohne Wiederaufbau. Die 4 Dörfer Bachhagel, Burghagel, Oberbechingen und Landshausen bleiben jedoch durch die Vogtei Hagel verbunden. Wobei Bachhagel mehr Verwaltungsmittelpunkt wird.
1471 Landesherrliches bayrerisches Niedergericht
1559 die erste Schule in Bachhagel
1560 Bachhagel wird Sitz eines neuburgischen Vogtamtes und wird später bis 1804 Obervogtamt
1806 Bayern wird Königreich
1919 Freistaat Bayern
1930 das Bezirksamt erhält die Bezeichnung Landkreis Dillingen
1945 US- Militär- Regierung (Besatzung- Entnazifizierung- Flüchtlingsstrom)
1948 Freistaat Bayern
   

2. Sagen

Der Mann ohne Kopf

Ein Bauer wollte zur Erntezeit nach wochenlangem schlechten Wetter seine Ernte einbringen. Bevor er jedoch fertig wurde, war er am nächsten Tag zum Vogt empfohlen um am Vogthof seinen Frondiesnst abzuleisten. Der Bauer sah seine Ernte aufgrund der "Schafwölkchen am Himmel" in Gefahr und mißachtete den Befehl. Am Abend wurde er verhaftet und in den "schaurigen Gewölbekeller" des Vogts eingesperrt. Nach ein paar Tagen machte man ihm den Prozeß. Der Verstoß: Frevelhaftes Vergehen gegen die von Gott eingesetzte Obrigkeit. Das Urteil: Der Frevler soll mit dem Schwert vom Leben zum Tode gebracht werden. Der Verurteilte fluchte und schrie: "... Mit dem Kopf unterm Arm will ich umgehen, damit ihr keine Ruhe findet!"

An manchen Vollmondtagen um Mitternacht sieht man den Mann mit dem Kopf unterm Arm der schluchzend auf einer Gartenbank sitzt. Um 1 Uhr ist die Geisterstunde wieder vorbei und er begibt sich zurück ins Mauthaus.

Er kann nur Ruhe finden, wenn ein unschuldiges Kind Mitleid mit ihm empfindet und ihn anspricht.

Das Stegbrunnenweible

Ein Mädchen wohnt alleine mit ihrer Mutter am Rande des Dorfes. Sie hat schon lange von dem Stegbrunnenweible gehört, welches einem am Frühlingsvollmond zur Geisterstunde drei Wünsche erfüllen kann. Da sie nicht weiß wann der Frühlingsvollmond ist, wartet sie auf den Hausierer. Der Hausierer gibt ihr die nötige Auskunft und schenkt ihr eine Perlenkette die ihr Glück bringen soll.

Am 1. Vollmond nach Frühlingsanfang geht das Mädchen los. Niemand darf sie sehen, befragen oder ein Lebewesen den Weg kreuzen und sie darf nur von Mitternacht bis ein Uhr unterwegs sein sonst gehen die Wünsche nicht in Erfüllung und das Böse wird sie heimsuchen. Das Stegbrunnenweible erfüllt ihr die drei Wünsche. Sie ist jedoch vom Anblick des Weibles so fasziniert, daß sie die Zeit vergißt und nicht vor dem Glockenschlag nach Hause kommt. Das Böse überrascht sie noch kurz vor der Haustüre, sie erfaßt ihre Perlenkette am Hals und fleht: "Stegbrunnenweible!" Das Stegbrunnenweible erscheint, will ihr aber nur helfen wenn sie die drei Wünsche wiederbekommt. Das Mädchen sagt dem zu und ist somit ohne ihre drei Wünsche.

Am nächsten Morgen erzählt sie`s der Mutter, darauf antwortet diese: "Bleib rechtschaffen! - Vergiß was war!"

 

3. Verse

[Ursprung und Bedeutung unklar]

 

Staufa läßt ma`s laufa,
Ballhausa fängt ma`s auf,
Landshausa macht ma Kappa draus,
Bachhagel setzt ma`s auf.

Lustig isch dia Fasenacht,
wenn mei Muattr Küchla bacht,
wenn sia aber koine bacht,
dann pfeif i auf die Fasenacht.

 

4. Bachtallied

Romantik am Zwergbach
Bachtallied



1) I bin am Bach aufgwachsa drum hab i’s Bachtal gern,
dau ka ma froh und heiter sein und herzlich lacha hörn.

Ja im Bachtal isch lustig im Bachtal isch nett,
dau singet kloine Kinderla scho mitanad um Wött.

2) Ja’s Bachtal dös isch wunderschön, wir sand net wenig stolz,
denn Kora krieg’ mir haufaweis, uns fehlt’s au nit am Holz.

Ja im Bachtal ...
dam Bach drauß isch viel gmütlicher als drinna in de Städt.

3) Wir ham zwar koine Eisebahn, doch mach mer uns nix drauß,
bei schönem Wetter gehen wir, beim schlechten bleib mir’s Haus.

Ja im Bachtal ...
dau kommst net unter d’Eisebah, fallst höchstens in da Dreck.

4) Die beste Gersta bauen wir, isch überall bekannt,
drum wird au unser Bachtal noch berühmt im ganza Land.

Ja im Bachtal ...
denn Hofbräubier und „Hoffmannstropfa“ trink mer grad in d’Wett.

5) An Molkereia isch koi Noat, wir schicker Vollmilch fort
und backat aus der Magermilch schon Nudla fei wia Dort.

Ja im Bachtal...
doch wär mehr von der Magermilch gottlob net gar zu fett.

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